FAQ







Übertragungswege

  • Sexuelle Übertragung Mit Abstand am häufigsten, nämlich in fast 80% der Fälle, wird das HI-Virus sexuell übertragen. Ein Risiko bieten
    • ungeschützter Vaginalverkehr (beide Beteiligten)
    • ungeschützter Analverkehr (beide Beteiligten)
    • Oralverkehr, wenn Sperma oder Menstruationsblut in den Mund gelangt

    Maßnahme: Regeln des Safer Sex beachten
    Bei eindringendem Verkehr: immer ein Präservativ verwenden.
    Bei Oralverkehr: kein Sperma in den Mund, kein Sperma schlucken / kein
    Menstruationsblut in den Mund, kein Menstruationsblut schlucken.

  • Übertragung beim Drogenkonsum Das HI-Virus kann zudem durch den gemeinsamen Gebrauch von Spritzbesteck bei intravenös Drogen Konsumierenden übertragen werden.
    Maßnahme: Immer sauberes Spritzbesteck verwenden.
    (Mit Blick auch auf weitere übertragbare Erreger wie das Hepatitis-C-Virus heisst das: Eigene, neue Spritze/Nadel für jeden Schuss. Aber auch: Eigenen Filter! Eigene Watte! Eigenen Löffel! Eigenes Wasser!
  • Übertragung von der Mutter auf das Kind Eine Übertragung von der HIV-positiven Mutter auf ihr Kind während der Schwangerschaft, der Geburt oder beim Stillen ist möglich. Mit geeigneten Maßnahmen kann dieses Risiko aber heute praktisch auf Null gesenkt werden Maßnahme: Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf das Thema an, wenn sie oder er es nicht von sich aus tut.
  • Eine Übertragung über Blut oder Blutprodukte im medizinischen Umfeld ist in Österreich heute kaum mehr zu befürchten. Blut und Blutprodukte unterliegen strengsten Sicherheitsbestimmungen.
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Ansteckungsrisiko bei einem einmaligen ungeschützten Geschlechtsverkehr

Ja. Schon bei einem einmaligen ungeschützten Verkehr mit einer HIV-positiven Partnerin, einem HIV-positiven Partner ist eine Ansteckung grundsätzlich möglich. Je öfter dies vorkommt, umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem HI-Virus anzustecken. Wenn Sie ein Infektionsrisiko vermeiden wollen, müssen Sie deshalb bei jedem Geschlechtsverkehr mit einer neuen Sexualpartnerin, einem neuen Sexualpartner ein Präservativ benützen bzw. darauf bestehen, dass Ihr Partner eines benützt.

In einer festen Partnerschaft ist es wichtig, mit dem Partner, der Partnerin über ungeschützte Gelegenheitskontakte oder ein allfälliges Kondomversagen in einer solchen Situation zu sprechen. Wenn Sie es unterlassen und weiterhin ungeschützt mit ihm bzw. mit ihr schlafen, gefährden Sie Ihren Partner, Ihre Partnerin. Auch wenn ein offenes Gespräch unangenehm ist und zu einer Krise in der Beziehung führen kann, ist es deshalb notwendig.

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Ansteckungsrisiko in einer festen Partnerschaft /Ehe

Wenn Sie vermuten, dass Ihr Partner, Ihre Partnerin ungeschützten Kontakt mit anderen hat, dann sprechen Sie ihn bzw. sie darauf an. Trauen Sie Ihren Ahnungen, nehmen Sie sich und Ihre Gesundheit ernst. Besprechen Sie gegebenenfalls miteinander, wie Sie mit der Situation umgehen und wie Sie sich vor einer HIV-Infektion schützen wollen. Wenn Sie weiterhin miteinander Verkehr haben, ist Safer Sex angezeigt, bis ein negativer HIV-Test drei Monate nach der letzten Risikosituation zeigt, dass bei Ihrem Partner, Ihrer Partnerin keine HIV-Infektion vorliegt. Unterstützung erhalten Sie bei Ihrer regionalen Aids-Hilfe.

Und bei eigenen Seitensprüngen: Halten Sie sich konsequent an die Safer-Sex-Regeln.

Auf Safer Sex verzichten können Sie in einer Ehe oder festen Partnerschaft, wenn beide zu Beginn der Partnerschaft nicht infiziert waren und Sie sich entweder absolut treu sind oder beide bei Aussenkontakten immer die Safer-Sex-Regeln beherzigen.
Beachten Sie gegebenenfalls auch das HIV-Übertragungsrisiko durch intravenösen Drogengebrauch.

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Übertragungsrisiko bei Oralsex

  • Wie lauten die Safer-Sex-Regeln beim Oralsex (Befriedigung mit dem Mund)?
    Kein Sperma in den Mund, kein Sperma schlucken. Kein Menstruationsblut in den Mund, kein Menstruationsblut schlucken.
  • Besteht für mich als Frau ein Übertragungsrisiko, wenn ich mich oral befriedigen lasse?
    Für Sie als Frau besteht in keinem Fall ein Übertragungsrisiko. Falls Sie HIV-positiv sind, besteht für Ihren Partner oder Ihre Partnerin während der Menstruationszeit ein gewisses Risiko. Eine Infektion über Menstruationsblut, das in den Mund des Partners oder der Partnerin gelangt, ist möglich. Scheidensekrete hingegen stellen bei oralem Verkehr nach heutigem Wissensstand kein Infektionsrisiko dar.
  • Besteht für mich als Mann ein Übertragungsrisiko, wenn ich mich oral befriedigen lasse?
    Es besteht für Sie als Mann in keinem Fall ein Risiko. Falls Sie HIV-positiv sind, besteht für Ihre Partnerin oder Ihren Partner ein reales Risiko, wenn Sie in ihm/in ihr zum Höhepunkt kommen. Es ist wichtig, dass kein Sperma in den Mund Ihrer Partnerin/Ihres Partners gelangt. Der so genannte Lusttropfen vor dem Höhepunkt stellt bei oralem Verkehr nach heutigem Wissensstand kein Risiko dar. Vielleicht lohnt es sich, vor dem Verkehr mit der Partnerin/dem Partner ein klares Zeichen zu verabreden.
  • Besteht für mich ein Übertragungsrisiko, wenn ich einen Mann oral befriedige?
    Es ist wichtig, dass kein Sperma in Ihren Mund gelangt und Sie kein Sperma schlucken. Der so genannte Lusttropfen vor dem Höhepunkt stellt bei oralem Verkehr nach heutigem Wissensstand kein Risiko dar. Es lohnt sich, vor dem Verkehr den Partner darauf hinzuweisen, dass er sich vor dem Höhepunkt zurückzieht oder Ihnen ein klares Zeichen gibt. Sollte er trotz allem einmal in Ihnen zum Höhepunkt kommen, spucken Sie das Sperma aus und spülen Sie den Mund einige Male mit lauwarmem Wasser. Schlucken Sie das Sperma nicht hinunter! Auch wenn Sie HIV-positiv sind, besteht für Ihren Partner kein Übertragungsrisiko.
  • Besteht für mich ein Übertragungsrisiko, wenn ich eine Frau oral befriedige?
    Es besteht für Sie während der Menstruationszeit der Partnerin ein gewisses Risiko. Eine Infektion über Menstruationsblut, das in Ihren Mund gelangt, ist möglich. Scheidensekrete stellen bei oralem Verkehr nach heutigem Wissensstand kein Infektionsrisiko dar. Auch wenn Sie HIV-positiv sind, besteht für Ihre Partnerin kein Übertragungsrisiko.


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Wie lauten die weiteren Regeln des Safer Sex?


Zusätzlich zu den beiden Regeln beim Oralverkehr (s.o.) gibt es nur noch eine weitere: Bei ungeschütztem eindringenden Geschlechtsverkehr – ob Vaginalverkehr oder Analverkehr – besteht für beide Partner/-innen ein HIV-Übertragungsrisiko. Deshalb: Immer ein Kondom verwenden.
Nur wasserlösliche oder silikonbasierte Gleitcrèmes verwenden; fetthaltige greifen Latex an.

Ausnahme: In einer treuen Partnerschaft, bei der beide Personen sicher negativ sind, kann auf die Verwendung von Präservativen verzichtet werden.

Coitus interruptus (= "aufpassen" bzw. "sich rechtzeitig zurückziehen") bietet keinen genügenden Schutz!

Sexuell aktiven Menschen mit gelegentlichem oder häufigem Wechsel des Partners/der Partnerin empfehlen wir, sich zusätzlich gegen Hepatitis B impfen zu lassen.

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Haben Frauen ein höheres Ansteckungsrisiko als Männer?

Statistisch gesehen haben Frauen weltweit ein höheres Risiko als Männer, sich beim ungeschützten vaginalen Geschlechtsverkehr mit HIV anzustecken. In einer konkreten Situation ist das biologische Geschlecht «Frau» jedoch nicht ein ausschlaggebender Risikofaktor. Umstände, welche mit einem wesentlich höheren Infektionsrisiko einhergehen – und zwar für beide Geschlechter – sind:

  • andere sexuell übertragbare Krankheiten (diese können auch symptomlos sein und daher unentdeckt bleiben)
  • Viruslast, d.h. fortgeschrittene, unbehandelte HIV-Infektion des Partners/der Partnerin bzw. Primoinfektion
  • Analverkehr
  • Anzahl der Sexualkontakte
  • mit Schleimhautdefekten einhergehende Erkrankungen der Sexualorgane und
  • für Frauen: das Tragen einer Spirale.
Deshalb: Bestehen Sie auf der Verwendung von Präservativen. Es kann hilfreich sein, immer selber welche dabei zu haben. Auch das Femidom schützt Sie vor einer HIV-Infektion.

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Besteht bei ungeschütztem eindringendem Verkehr ein HIV-Risiko, wenn es nicht zum Höhepunkt kommt?

Ja, bei ungeschütztem eindringenden Verkehr besteht auch ohne Samenerguss ein reales Übertragungsrisiko. Ganz offensichtlich können nicht nur Sperma und Vaginalflüssigkeiten HIV übertragen. Wahrscheinlich reicht nur schon der enge Kontakt von Schleimhäuten.

Ist Küssen und Zungenküssen gefährlich?

Das HI-Virus wird nicht übertragen durch Küssen, auch nicht durch Zungenküsse. Kein Übertragungsrisiko besteht beim Streicheln, Kuscheln und bei Petting (gegenseitige Befriedigung mit der Hand).

Das HI-Virus wird auch nicht auf öffentlichen Toiletten übertragen oder durch den gemeinsamen Gebrauch von Haushaltgegenständen (Tassen, Besteck ...).

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Was ist sonst noch ungefährlich?

Das HI-Virus wird nicht auf öffentlichen Toiletten, in Saunas oder Hallenbädern und nicht durch Türklinken und Telefonhörer oder durch den gemeinsamen Gebrauch von Wäsche und Geschirr übertragen.HIV wird nicht durch Insektenstiche oder Hundebisse oder Haustiere übertragen.HIV wird weder beim Arzt noch beim Zahnarzt oder im Spital übertragen. Kein Risiko besteht beim Coiffeur, bei Manicure und Pedicure. Auch Piercing und Tattooing ist in Bezug auf eine HIV-Infektion unbedenklich, solange sich die entsprechenden Personen an die Hygienevorschriften ihres Berufsstandes halten. Kein HIV-Übertragungsrisiko besteht beim Husten und Niesen. Kein Übertragungsrisiko besteht beim Händeschütteln, Umarmen, Streicheln und Kuscheln mit einer HIV-positiven Person.Das HI-Virus wird nicht übertragen durch Küssen, auch nicht durch Zungenküsse. Petting (gegenseitige Befriedigung mit der Hand) ist unbedenklich; Haarrisse bei den Fingernägeln und ähnlich kleine oder bereits verheilte Wunden stellen keine Gefahr dar. Das HI-Virus wird nicht über Urin oder Kot übertragen. Hier ist allerdings das Risiko der Übertragung anderer Krankheitserreger wie von Hepatitis-A-Viren relativ hoch.

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Kann ich unmittelbar nach einer Risikosituation noch etwas unternehmen, um die Gefahr einer HIV-Infektion zu verringern?

Die ersten Wochen nach einer möglichen Übertragung werden als "immunologisches" bzw. "serologisches Fenster" bezeichnet. In dieser Zeit kann eine Übertragung mit medizinischen Verfahren weder nachgewiesen noch ausgeschlossen werden. Dieses Fenster ist je nach Person unterschiedlich gross. Bei gewissen Personen kann eine Infektionen nach zwei Wochen nachgewiesen werden, bei anderen dauert es bis zur Nachweisbarkeit aber länger. Erst ein negatives Ergebnis nach drei Monaten ergibt die Gewissheit, dass keine Infektion erfolgt ist.

Nach Situationen mit eindeutig hohem Übertragungsrisiko gibt es nur die Möglichkeit, spätestens innerhalb von 72 Stunden nach der Risikosituation eines der nebenstehenden HIV-Behandlungszentren der grossen Universitätsspitäler aufzusuchen.

Dort wird man aufgrund der Situationsbeschreibung das Risiko abschätzen und eventuell eine so genannte HIV-Postexpositions-Prophylaxe (HIV-PEP oder PEP) vorschlagen. Dies ist eine vorbeugende mehrwöchige medikamentöse Behandlung mit hochwirksamen Substanzen, die das Risiko einer allfälligen Übertragung wahrscheinlich deutlich senken – aber nicht ausschliessen – kann. Ihr Erfolg ist umso besser, je schneller nach der Risikosituation mit ihr begonnen werden kann.

Eine HIV-PEP kann in folgenden Situationen sinnvoll sein:

1. Die Kontaktperson ist sicher HIV-infiziert; sie ist unbehandelt oder unter einer unvollständig wirksamen antiretroviralen Behandlung und
  • es kommt zu ungeschütztem vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr
  • es kommt zu ungeschütztem oralen Geschlechtsverkehr mit Ejakulation des HIV-infizierten Partners in den Mund
  • es wird gebrauchtes Injektionsmaterial einer HIV-infizierten Person verwendet
(Eine HIV-PEP kann in diesen Situationen auch erwogen werden, wenn nicht bekannt ist, ob die Kontaktperson HIV-positiv ist, sie aus einer Region stammt bzw. einer Gruppe angehört, in der HIV stark verbreitet ist).

2. Die potentielle Exposition ereignet sich im Rahmen einer Vergewaltigung In allen anderen Fällen – d.h. wenn nicht feststeht, dass die Kontaktperson HIV-positiv ist und sie auch nicht zu einer Gruppe gehört bzw. aus einer Region kommt, in der HIV weit verbreitet ist – wird von einer HIV-PEP abgeraten.

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Ich habe Angst, dass ich mich angesteckt habe. Was soll ich tun?

Lassen Sie sich nicht von der Angst lähmen sondern informieren Sie sich. In einem Gespräch mit einem Berater der Aids Hilfe können Sie abklären, ob tatsächlich ein Ansteckungsrisiko vorliegt. Lassen Sie sich dort beraten, ob ein HIV-Test sinnvoll ist. Sollten Sie sich selbst zu einem HIV-Test entscheiden oder sollte Ihnen ein Arzt oder eine Ärztin einen Test vorschlagen, informieren Sie sich vorher über die verschiedenen Möglichkeiten und Aspekte des Tests. Auch in diesem Falle beraten Sie die regionalen Aids-Hilfen kompetent.

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Wann und wo kann ich einen AIDS-Test machen lassen?

Die meisten Testverfahren suchen nach sog. HIV-Antikörpern im Blut, die sich im Organismus bilden, wenn das HI-Virus eingedrungen ist. Die Bildung dieser Antikörper beansprucht jedoch einen gewissen Zeitraum: 12 Wochen nach einer Infektion ist die Bildung der Antikörper üblicherweise abgeschlossen, sodass das Ergebnis des Tests aussagekräftig ist.


Der HIV Antikörper-Test wird in den Aids Hilfen kostenlos und anonym durchgeführt. Sie erhalten das Befundergebnis erneut in der Beratungsstelle ihrer regionalen Aids Hilfe zurück. Für eingehendere Informationen zur Befundrückgabe melden Sie sich bitte direkt in ihrer Aids Hilfe:

AIDS-Hilfe Steiermark
Schmiedgasse 38
A-8010 Graz
Tel.:0316/ 81 50 50
Fax.:0316/ 81 50 50 - 6
E-Mail: steirische@aids-hilfe.at
Website: http://www.aids-hilfe.at

AIDS-Hilfe Tirol
Kaiser-Josef-Str. 13
A-6020 Innsbruck
Tel.:0512/ 56 36 21
Fax.:0512/ 56 36 21-9
E-Mail: tirol@aidshilfen.at
Website: http://www.aidshilfe-tirol.at

AIDS-Hilfe Vorarlberg
Kaspar-Hagen-Straße 5
A-6900 Bregenz
Tel.:05574/ 46 5 26
Fax.:05574/ 46 5 26-20
E-Mail: contact@aidshilfe-vorarlberg.at
Website: http://www.aidshilfe-vorarlberg.at

&xnbsp; Aidshilfe Wien
Aids Hilfe Haus - Mariahilfer Gürtel 4
A-1060 Wien
Tel.:01 / 599 37
Fax.:01 / 599 37-16
E-Mail: wien@aids.at
Website: http://www.aids.at

AIDSHILFE OBERÖSTERREICH
Blütenstraße 15/2, Lentia City
A-4040 Linz
Tel.:0732/ 2170
Fax.:0732/ 2170-20
E-Mail: office@aidshilfe-ooe.at
Website: http://www.aidshilfe-ooe.at

Aidshilfe Salzburg
Linzer Bundesstraße 10
A-5020 Salzburg
Tel.:0662/ 88 14 88
Fax.:0662/ 88 14 88 -3
E-Mail: salzburg@aidshilfen.at
Website: http://www.aidshilfe-salzburg.at

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Wie sicher sind die Testresultate?

Die heutigen HIV-Suchtests sind hochsensibel und damit sehr sicher. Wenn Sie drei Monate nach einer Risikosituation einen HIV-Test durchführen und ein negatives Ergebnis erhalten, ist das Resultat zuverlässig - sie haben sich nicht infiziert. Ein allfällig positives Testresultat wird in jedem Fall mit einer zweiten Testmethode weiter untersucht, damit wird sichergestellt, dass es sich um eine positive Blutprobe handelt. Allerdings um eine endgültige Diagnose zu erstellen muß eine zweite Blutabnahme durchgeführt werden und nur, wenn auch diese zweite Blutprobe positiv getestet wird, geht man von einer gesicherten Diagnose "HIV positiv" aus. Nach einem positiven Bestätigungstest ist es also ausgeschlossen, dass das positive Resultat falsch ist.

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Kann ich auch zu Hause selbst einen HIV-Test durchführen, und sind diese Home-Tests sicher?

HIV-Tests für den Heimgebrauch sind weder in Österreich noch in anderen europäischen Ländern erlaubt. Das Verbot von so genannten Home-Tests hat gute Gründe: Home-Tests liefern ein zu wenig sicheres Ergebnis und sind in der Anwendung zu kompliziert. Gehen Sie daher nicht auf Angebote aus dem Ausland oder aus dem Internet ein: Es handelt sich hier oft um zweifelhafte Produkte, die nicht unserem medizinischen Qualitätsstandard entsprechen.

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Gibt es eine Impfung gegen HIV?

Trotz regelmäßig auftauchender Sensationsmeldungen in den Medien ist bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das HI-Virus kein Durchbruch in Sicht. Und damit sind Safer Sex und Safer use die einzigen Maßnahmen gegen eine HIV-Infektion in Situationen mit Ansteckungsmöglichkeiten!

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Wem muss ich es sagen, wenn ich mich infiziert habe?

Grundsätzlich besteht keine Verpflichtung, irgendjemand über ein positives Ergebnis zu informieren; auch nicht den Arbeitgeber. Eine HIV-Infektion hat keine Auswirkungen auf ein Arbeitsverhältnis und ist kein Entlassungsgrund. Wie für andere Krankheiten, empfiehlt es sich auch bei einer HIV-Infektion, Personen des Vertrauens darüber zu informieren.

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Ich war im Krankenhaus und habe eine Bluttransfusion bekommen. Kann ich mich dabei angesteckt haben?

Die Ansteckungsmöglichkeit durch Blutkonserven oder Blutprodukte ist heute nahezu ausgeschlossen. Alle Blutspenden werden auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten Hepatitis, Syphilis) getestet. Ein minimales Restrisiko (1:1.500.000) bleibt , bedingt durch das sog. diagnostische Fenster (Zeitraum von der Ansteckung bis zur verlässlichen Nachweisbarkeit der Infektion im Blut). Durch den sog. PCR-Test (direkter Nachweis der Viren) ist diese hohe Sicherheit gewährleistet. Man geht davon aus, dass das HIV Risiko bei Blutprodukten das kleinste Gesundheitsrisiko bei Fremdblutgaben ist!

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Kann das HI-Virus auch durch Mückenstiche übertragen werden?

Nein. Das HI-Virus ist weder durch Tiere noch durch Tierprodukte (Fleisch) übertragbar. Das HI-Virus ist im Insekt nicht lebensfähig. Den Insekten dient das aufgenommene Blut als Nahrung; es wird von ihnen verdaut.

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Soll ich mich vor dem HIV-Test beraten lassen?

Informieren Sie sich vor dem Entscheid zu einem HIV-Test über die verschiedenen Aspekte des Testes (Übertragungsrisiko, rechtliche Aspekte etc.). Bei Unsicherheiten zum HIV-Test oder offenen Fragen hilft ein Gespräch mit einer Beraterin /einem Berater weiter. Das gilt auch für ein Gespräch nach einem HIV-Test.

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Was sind Lusttropfen?

Bevor es zum Samenerguss kommt, treten aus dem Penis wenige Tropfen Samenflüssigkeit aus: die Lusttropfen oder Präejakulat genannt. In den Lusttropfen sind alle Bestandteile der Samenflüssigkeit vorhanden. Das heißt: Die Lusttropfen sind infektiös und es ist auch über die Lusttropfen eine Befruchtung möglich.

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Kann man sich nicht schon vor Ablauf der drei Monate testen lassen?

Der heute standardmäßig in Österreich verwendete HIV-AntikörperTest ist ein Kombinationstest, der im Blut nach Antikörpern und nach Virusbestandteilen (p24-Antigen) sucht. Weil nach einer Infektion mit dem HI-Virus relativ schnell Virusbestandteile im Blut auftauchen, bedeutet dies, dass der Kombinationstest eine Infektion möglicherweise bereits nach wenigen Wochen nachweisen kann.

Ein erster HIV-Antikörpertest Test - "Frühtest" - kann also bei dringendem Verdacht bereits drei Wochen nach einer Risikosituation durchgeführt werden.

Die 2. Möglichkeit wäre eine PCR ((Polymerase-Chain-Reaction) – Testung. Dieser Test weist Teile der Viren direkt nach. Diese können bei einer frischen HIV-Infektion etwas früher – 2 Wochen nach einer Infektion - als die Antikörper nachgewiesen werden. Allerdings kann der Test nur bis acht Wochen nach einer möglichen Infektion angewendet werden!

Aus rechtlicher Sicht (AIDS-Gesetz aus dem Jahre 1993) darf zur Diagnose oder zum Ausschluss einer HIV-Infektion aber nur der HIV-Antikörpertest herangezogen werden, der 12 Wochen nach einem Risiko durchgeführt wird. Das bedeutet, dass bei beiden Testvarianten zum Ausschluss einer Infektion nach 12 ein abschließender HIV-Antikörpertest durchgeführt werden muss!

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Kann man HIV-Tests auch dann anonym machen, wenn man noch nicht volljährig ist?

Ja, das ist möglich. Ein HIV-Test ist, egal ob anonym oder beim Hausarzt bzw. bei der Hausärztin durchgeführt, eine höchstpersönliche Angelegenheit, die nur die Urteilsfähigkeit und nicht die Volljährigkeit voraussetzt. Mit anderen Worten: Sie können einen anonymen HIV-Test machen lassen auch ohne Einwilligung Ihres gesetzlichen Vertreters oder Ihrer gesetzlichen Vertreterin.

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Schützt ein Kondom wirklich ausreichend vor einer HIV- Infektion?

Ein Kondom bietet, solange es nicht reißt oder abrutscht, bei eindringendem Geschlechtsverkehr ausgezeichneten Schutz vor einer Infektion mit dem HI-Virus, dem Auslöser von Aids.
Kondome senken auch das Risiko, sich mit anderen sexuell übertragbaren Krankheiten zu infizieren (z.B. Chlamydien, Gonorrhö oder Syphilis). Kein Erreger kann ein intaktes Präservativ durchdringen. Allerdings können diese Erreger auch auf anderem Weg übertragen werden, z.B. mit den Händen oder über gemeinsam benutzte Gleitmittel oder Sextoys.
Die Aids-Hilfen empfehlen Markenprodukte mit dem ok-Gütesiegel. Achten Sie bei der Verwendung von Kondomen auf folgende Punkte:

  • Verpackung sorgfältig öffnen
  • richtige Größe (es sind verschiedene Größen erhältlich!)
  • sorgfältige Lagerung, Verfalldatum
  • korrektes Abrollen
  • nur wasserlösliche oder silikonbasierte Gleitmittel verwenden, auf keinen Fall fetthaltige Substanzen wie Vaseline, Körperlotionen, Butter, Öle usw.
  • beim Rausziehen Kondom am Gliedansatz festhalten
Das einzige Risiko beim Gebrauch geprüfter Kondome ist Kondomversagen – und dieses ist (fast) immer auf nicht sachgemäße Anwendung zurückzuführen.

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Was bedeutet ein Kondomversagen für das HIV-Übertragungsrisiko?

Wenn ein Kondom während des Verkehrs abrutscht oder reißt, bietet es keinen Schutz mehr. Deshalb bedeutet Kondomversagen – gleich wie ungeschützter Verkehr – ein HIV- und STI-Infektionsrisiko. Kondomversagen bei qualitätsgeprüften Kondomen ist fast immer auf nicht sachgemäße Verwendung zurückzuführen. Sorgfalt bei der Auswahl und der Lagerung, beim Aufreißen und Montieren lohnt sich. Keine fetthaltigen Gleitmittel verwenden. Und beim Rausziehen das Kondom am Gliedansatz festhalten.

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Ich vertrage Kondome nicht. Ich habe eine Latex-Allergie. Was kann ich tun?

Die in Österreich erhältlichen Kondome sind in der Regel aus Naturkautschuk (Latex) hergestellt. Wenn Sie wissen, dass Sie eine Latex-Allergie haben, oder dies befürchten (lokaler Juckreiz, Brennen oder Schmerzen), können Sie Kondome aus Duron (Polyurethan) (z.B. Avanti oder Ceylor). Auch das Kondom für die Frau, das Femidom, ist latex-frei. Fragen Sie im Fachhandel oder in Apotheken, nach den entsprechenden Produkten. In jedem Fall ist es ratsam, die Unverträglichkeitsreaktion mit Ihrem Arzt, ihrer Ärztin abzuklären.

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